Sollten Sie nicht eigentlich das Land regieren?

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… oder wie es Obama schon sagte, Wahlkampf ist etwas anderes als zu regieren.

Klar noch könnte Onkel Donald (ich überlege gerade ob man Onkel Donald eigentlich unrecht mit dieser satirischen Anmerkung tun würde?) jetzt sagen, er sei ja noch gar nicht an der Regierung, sondern nur der voraussichtlich nächste Präsident (ok, die Vereidigung dürfte auch nur noch eine Formsache sein).

Aber seien wir ehrlich, das leider wirklich gruselige Szenario, dass Mister Blondschopf-Brüllkopf im Oval Office platz nehmen wird, wird wohl bittere Wahrheit werden. Da frage ich mich jetzt wirklich, kann er da nicht wenigstens einen Gang zurückschalten?

Wenn eine verdiente Schauspielerin und Persönlichkeit wie Meryl Streep es sich herausnimmt den zukünftigen Präsidenten zu kritisieren, und sie ist, dass sollte auch einem Egomanen wie Donald Lautsprecher Trump nicht entgangen sein, damit bei weitem nicht die Einzige sein, so ist das in einem Land wie Amerika, dass so wahnsinnig viel Wert auf die freie Meinungsäußerung legt, einfach ihr gutes Recht.

Erschreckender als eine pampige oder gar lautstarke Rückmeldung eines zukünftigen Präsidenten finde ich eher die Tatsache, dass dem zukünftigen Präsidenten scheinbar eines der Grundfeste der Amerikanischen Verfassung nicht vertraut zu sein scheint.

Na, das kann ja was geben.

Da gefällt mir die Antwort von Geroge Clooney, der einfach mal die Frage in den Raum warf:

„Sollten Sie nicht eigentlich das Land regieren?“

© 2017, bussy. All rights reserved.

Der ewige Revolutionär ist tot – Fidel good bye!

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47 Jahre lang an der Spitze eines Landes. Immer umstritten, Legenden umwoben, und bis zuletzt ein streitbarer Charakter.

Man muss kein Freund Kubas sein, kein Kommunist und erst recht kein Anhänger oder Befürworter Castros, wenn man zugibt, dass er in all den Jahren seiner Amtszeit doch auch unser Leben immer wieder ein Stück weit mitgeprägt hat und das sein Einfluss auf wie Welt weit größer gewesen ist, als manch einer das gerne zugeben mag.

Dabei sind sicherlich auch die Probleme Kubas, die teilweise Armut, das Festhalten an überkommenen kommunistischen Theorien, politische Gefangene und Menschenrechtsverletzungen zu nennen. Aber klein reden und verschweigen darf man sicherlich auch nicht die oft berechtige Kritik an Kapitalismus, Imperialismus und vor allem an der arroganten und übermäßig überheblichen Art Amerikas, Politik zu betreiben.

Gerade in Zeiten eines Donald Trump geht nun, so kann man es durchaus sehen, leider einer derer, der möglicherweise einer der unerschrockensten und deutlischsten Kritikemit  der wohl größten internationalen Reichweite.

Schon ein bisschen Schade!

© 2016, bussy. All rights reserved.

Jetzt haben wir den Salat…

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Nun ist doch das passiert, was alle irgendwie befürchtet und dennoch keiner für möglich halten wollte.

Donald for President – es klingt ein bisschen wie ein Walt Disney Heftchen, nur dass es weniger zum Lachen ist.

Es werden sich noch lange Zeit Menschen darüber den Kopf zerbrechen, wie das hatte passieren können, dabei ist die Antwort eigentlich recht einfach:

Die Hybris gerade jenes Establishments, das Trump so gerne angreift, zu dem er jedoch zu einem Teil auch selbst gehört, hat sie blind gemacht für die Wucht des Populismus. Die die glauben mitzudenken, wollten nicht wahr haben, dass es so viele unüberlegte geben würde. Dabei ist das bei weitem kein amerikanisches Problem. AfD, Pegida, Front National, Partij voor de Vrijheid, Polens und Ungarns rechtnationale Regierungen oder die Türkei zeigen dies auch in anderen Ländern.

Nun, gewählt ist gewählt, und es gehört zum Verständnis einer Demokratie, solche Wahlergebnisse zu akzeptieren. Nur bedeutet es nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Es muss vielmehr eine Aufforderung sein für massive und laute Opposition. Permanent die Finger in die Wunde zu legen, darin zu bohren ohne sich den Mund verbieten zu lassen. Nicht zu schweigen, sondern ebenso laut und deutlich zu sein, wie zuvor jene, die nur den billigen Populismus bedient haben.

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Stephen King twittert über Donald Trump….

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„Der Unterschied zwischen Nixon und Trump ist, dass die Republikaner bei Nixon wenigstens nicht schon vorher wussten, dass er ein Betrüger ist“

„Seht her, wir haben jede Menge Idioten, die alle Präsident werden wollen. Lasst uns nachdenken, den größten herauszusuchen, und so soll es geschehen.“

„Herzlichen Glückwunsch an die Republikaner! Ihr nominiert einen dünnhäutigen Rassisten mit dem Temperament eines Dreijährigen.“

„Wie wäre es mit folgender Idee: Geben wir Amerikas Nuklearwaffen in die Hände eines schlecht gelaunten Arschlochs, das keine Ahnung von Außenpolitik hat. Was soll schon schiefgehen?“

Das alles sind Meinungen des Autors Stephen King über Donald Trump. Da sagt mal einer klar was er denkt, und er liegt damit nicht mal falsch. Ich glaub ich weiß warum ich ihn als Autor so mag! 😉

© 2016, bussy. All rights reserved.

Donald Trump – das Polit-Quietscheentchen

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Der wird Präsident? Niemals! – Das war mein erster Gedanke, als ich vor gut einem Jahr von den scheinbar ernsthaften Absichten eines Donald Trump erfuhr, Präsident der Vereinigten Staaten werden zu wollen.

Selbst renomierte Nachrichtenportale wie beispielsweise Tagesschau.de veröffentlichten damals noch, dass dem Immobilienmogul niemand eine Chance gebe, aber er sicherlich den Wahlkampf mit seiner Prominenz bereichern werde.

Und nun mausert sich dieser blondierte Hanswurst, der von seine Milliarden nicht einen Cent durch erhliche Arbeit erworben hat tatsächlich zu einem ernstzunehmenden oder sagen wir besser ernsthaft zu befürchtenden Präsidentschaftsanwärter.

Seine Äußerrungen lassen jedem Bildungsbürger die Fußnägel hochklappen und sich voller grausigem Entsetzen fragen, wie kann man auch nur ansatzweise gut finden, was dieses politische Quietscheentschen an heißer Luft so von sich gibt?

Entsetzlich! Der Gedanke, dass der Typ tatsächlich Präsident wird, geradezu eine apokalyptische Vorstellung.

Ich dachte immer nach der Bush-Ära, es könne kaum noch schlimmer kommen. Es geht aber scheinbar doch.

Ob Amerika in seinem Innern stark genug ist einen solchen Präsidenten zu verkraften? Ich hoffe.

© 2016, bussy. All rights reserved.

notabene – Deutschland gegen den Rest der Welt – Betrachtungen zum Irak Krieg

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Deutschland gegen der Rest der Welt… – Betrachtungen zum Irak Krieg

Szenario: Sieben Wochen, die die Welt verändern

(wirklich alt und trotzdem immer noch aktuell, man muss nur Orte und Personen etwas anpassen)

07.02.2003
Deutschland bleibt bei seinem Nein zum Angriffskrieg gegen den Irak. Nicht so sehr, weil die „Beweise“ des Herrn Powell Schrott waren, sondern weil Rumsfeld uns mit Kuba und Libyen in eine Lostrommel geworfen hat, bevor Schröder es sich schweren Herzens hätte anders überlegen können.

10.02.2003
Deutschland verweigert den USA die Überflugrechte, es sei denn, Bush nimmt auf der Stelle den Rumsfeld-Vergleich zurück.

11.02.2003
Bush informiert sich, was Kuba und Libyen überhaupt ist. Dannsetzt er noch einen drauf. Er vergleicht Deutschland mit der DDR.

13.02.2003
Frankreich kippt um. Nachdem die USA die Garantie für die Ölverträge des Elf-Konsortiums übernommen hat, verpflichtet sich Paris zur uneingeschränkten Baguette-Lieferung für die kämpfende Truppe.

14.02.2003
Alle anderen Länder der EU und die Aspiranten kippen auch um und gründen Elf-Konsortien und Baguette-Großbäckereien.

15.02.2003
Deutschland legt unter Protest den Vorsitz des UN-Sicherheitsrates nieder und tritt aus der Nato aus.

16.02.2003
Bush fällt kein Vergleich mehr für Deutschland ein. Er droht jetzt mit dem Finger.

17.02.2003
Das läßt Deutschland natürlich nicht auf sich sitzen und schließt sämtliche McDonalds.

18.02.2003
Stoiber ruft zum Widerstand auf oder zumindest zur Umwandlung der McDonald-Restaurants in Löwenbräu-Keller

19.02.2003
Westerwelle meldet sich zu einem VHS-Kurs: „Außenpolitik“ an.

21.02.2003
Westerwelle muss bei seinem ersten Kursabend feststellen, dass der Referent der VHS Möllemann ist. Sein Sprung aus dem Fenster läuft glimpflich ab.

22.02.2003
Deutschland ist nun völlig isoliert, die ersten Türken stellen Ausreiseanträge.

23.02.2003
Das Bundespresseamt stellt klar, dass Ausreiseanträge nicht erforderlich sind und Bushs DDR-Vergleich Blödsinn sei.

24.02.2003
Da der Regierung jetzt keiner mehr glaubt, stellen jetzt auch Bayern Ausreiseanträge.

25.02.2003
Die Bundesregierung erhebt eine Ausreisegebühr in Höhe von 2000,- Euro.

26.02.2003
Deutschland erfüllt die Maastricht-Kriterien, da es nicht nurkeine Neuverschuldung zu vermelden hat, sondern einen Teil seiner Altschulden ablösen kann.

27.02.2003
Weiberfastnacht

29.02.2003
Fällt dieses Jahr aus, da kein Schaltjahr.

03.03.2003
Deutschland wird wegen unsportlichen Verhaltens aus der EU ausgeschlossen.

04.03.2003
In Österreich werden die ersten Bayern-Auffanglager wegen unzumutbarer hygienischer Zustände von der Weltgesundheitsorganisation geschlossen. Angeblich scheißen die Bayern auf alles.

05.03.2003
Italien weigert sich, weitere Flüchtlinge aufzunehmen.

06.03.2003
Erste Flüchtlingsschiffe erreichen die italienischen Adriaküste.

07.03.2003
Alle Anrainerstaaten schließen ihre Grenze zu Deutschland. Ohne Holländische Wohnwagen auf den Autobahnen boomt das Transportwesen in Deutschland. Mit der Wirtschaft geht es bergauf.

08.03.2003
USA verlangen die Auslieferung Schröders. Amnesty international verhandelt die Haftbedingungen.

09.03.2003
Deutschland hat alle Schulden bezahlt und beginnt, die Schweiz zu kaufen.

10.03.2003
Deutschland braucht dringend Arbeitskräfte und ruft seine Führungskräfte aus USA zurück.

11.03.2003
Der Dow Jones sackt in freiem Fall auf 2100 Punkte.

12.03.2003
Deutschland führt die D-Mark wieder ein. Der Dow Jones fällt auf 100 Punkte.

13.03.2003
Aldi Süd kauft Microsoft, Bill Gates wird Filialleiter in Dinslaken.

14.03.2003
USA verschiebt den Einmarsch im Irak, da die Baguette-Lieferungen sich verspäten.

15.03.2003
Die ersten Flüchtlinge kehren zurück. Einreisegebühr 5000,DM.

16.03.2003
Die Nachbarländer öffnen ihre Grenzen wieder, aber Deutschland schließt die seinen und führt eine Maut für alle Straßen ein, PKW 150, LKW 1.500,- DM.

17.03.2003
Deutschland kauft Mallorca und weist Jürgen Drews aus.

18.03.2003
Deutschland erhält Elsass-Lothringen geschenkt, lehnt aber ab. Nach Zahlung von DM 10.000.000.000,- ( Wechselkurs 1 DM = 435 Euro ) durch Frankreich, wird es dann doch eingemeindet.

19.03.2003
Frankreich beschuldigt die USA, Baguette-Lieferungen nicht bezahlt zu haben.

20.03.2003
Der tschechische Präsident Karel Gott schwenkt aus der Pro-Irak-Phalanx aus.

21.03.2003
Lothar Matthäus übernimmt den Löwenbräu-Keller in Haselünne (Ost). Die amerikanischen Truppen an der Grenze zum Irak werden von einer geheimnisvollen Dünnschiss-Epidemie heimgesucht.

22.03.2003
Bush vergleicht Deutschland mit Helgoland, zieht den Vergleich aber einige Stunden später mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück.

23.03.2003
Die Bundesregierung kündigt eine erneute Steuerreform an. Jeder Staatsbürger erhält ab 01.04.2003 ein Grundgehalt in Höhe von 3.000 DM ( aus Mauteinnahmen )und eine Payback-Karte mit 20.000 Freemiles.

24.03.2003
Aldi Dinslaken kauft Florida

25.03.2003
Die USA brechen den Golfeinsatz wegen Spritmangel ab. Die Lufthansa wird beauftragt, die Truppen zurückzutransportieren. Ein Lufthansa-Sprecher: „Das wird teuer!“

26.03.2003
Saddam Hussein begrüßt das Ende der US-Hegemonie und Ruhrgas erhält verabredungsgemäß die Ölrechte.

27.03.2003
Die SPD lüftet das Geheimnis des Erfolges. Gerhard Schröder ist schon im Sommer 2002 heimlich mit Sandra Maischberger durchgebrannt und durch einen Doppelgänger ersetzt worden. Seither Leiter der Regierung: Oskar Lafontaine.

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