Sollten Sie nicht eigentlich das Land regieren?

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… oder wie es Obama schon sagte, Wahlkampf ist etwas anderes als zu regieren.

Klar noch könnte Onkel Donald (ich überlege gerade ob man Onkel Donald eigentlich unrecht mit dieser satirischen Anmerkung tun würde?) jetzt sagen, er sei ja noch gar nicht an der Regierung, sondern nur der voraussichtlich nächste Präsident (ok, die Vereidigung dürfte auch nur noch eine Formsache sein).

Aber seien wir ehrlich, das leider wirklich gruselige Szenario, dass Mister Blondschopf-Brüllkopf im Oval Office platz nehmen wird, wird wohl bittere Wahrheit werden. Da frage ich mich jetzt wirklich, kann er da nicht wenigstens einen Gang zurückschalten?

Wenn eine verdiente Schauspielerin und Persönlichkeit wie Meryl Streep es sich herausnimmt den zukünftigen Präsidenten zu kritisieren, und sie ist, dass sollte auch einem Egomanen wie Donald Lautsprecher Trump nicht entgangen sein, damit bei weitem nicht die Einzige sein, so ist das in einem Land wie Amerika, dass so wahnsinnig viel Wert auf die freie Meinungsäußerung legt, einfach ihr gutes Recht.

Erschreckender als eine pampige oder gar lautstarke Rückmeldung eines zukünftigen Präsidenten finde ich eher die Tatsache, dass dem zukünftigen Präsidenten scheinbar eines der Grundfeste der Amerikanischen Verfassung nicht vertraut zu sein scheint.

Na, das kann ja was geben.

Da gefällt mir die Antwort von Geroge Clooney, der einfach mal die Frage in den Raum warf:

„Sollten Sie nicht eigentlich das Land regieren?“

© 2017, bussy. All rights reserved.

Seltsame Hoffnungen – Trump im Auge behalten?

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Mann muss Organisationen wie den CIA nicht mögen. Wahrlich nicht. Dreck haben die bestimmt genug am Stecken, auch wenn man ihnen, das haben sie allen Geheimdiensten sicherlich gemein, die meisten Vorwürfe gar nicht nachweisen kann. Nun gut, sie verstehen schließlich ihren Job.

Dennoch zu lesen, dass sie „überzeugt sind von einer russischen Hilfe für Trump im Wahlkampf“ macht insofern Hoffnung, als dass sie zumindest dem Anschein nach sich nicht in Begeisterung für den neuen Präsidenten ergötzen und vielleicht so ein bisschen etwas wie ein „Gegengewicht“ oder doch zumindest ein genaues „Hinsehen“ etabliert.

Ob genau die dafür die richtigen sein mögen? Fraglich, aber wen gibt es eigentlich sonst?

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Jetzt haben wir den Salat…

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Nun ist doch das passiert, was alle irgendwie befürchtet und dennoch keiner für möglich halten wollte.

Donald for President – es klingt ein bisschen wie ein Walt Disney Heftchen, nur dass es weniger zum Lachen ist.

Es werden sich noch lange Zeit Menschen darüber den Kopf zerbrechen, wie das hatte passieren können, dabei ist die Antwort eigentlich recht einfach:

Die Hybris gerade jenes Establishments, das Trump so gerne angreift, zu dem er jedoch zu einem Teil auch selbst gehört, hat sie blind gemacht für die Wucht des Populismus. Die die glauben mitzudenken, wollten nicht wahr haben, dass es so viele unüberlegte geben würde. Dabei ist das bei weitem kein amerikanisches Problem. AfD, Pegida, Front National, Partij voor de Vrijheid, Polens und Ungarns rechtnationale Regierungen oder die Türkei zeigen dies auch in anderen Ländern.

Nun, gewählt ist gewählt, und es gehört zum Verständnis einer Demokratie, solche Wahlergebnisse zu akzeptieren. Nur bedeutet es nicht, den Kopf in den Sand zu stecken. Es muss vielmehr eine Aufforderung sein für massive und laute Opposition. Permanent die Finger in die Wunde zu legen, darin zu bohren ohne sich den Mund verbieten zu lassen. Nicht zu schweigen, sondern ebenso laut und deutlich zu sein, wie zuvor jene, die nur den billigen Populismus bedient haben.

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Donald Trump – das Polit-Quietscheentchen

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Der wird Präsident? Niemals! – Das war mein erster Gedanke, als ich vor gut einem Jahr von den scheinbar ernsthaften Absichten eines Donald Trump erfuhr, Präsident der Vereinigten Staaten werden zu wollen.

Selbst renomierte Nachrichtenportale wie beispielsweise Tagesschau.de veröffentlichten damals noch, dass dem Immobilienmogul niemand eine Chance gebe, aber er sicherlich den Wahlkampf mit seiner Prominenz bereichern werde.

Und nun mausert sich dieser blondierte Hanswurst, der von seine Milliarden nicht einen Cent durch erhliche Arbeit erworben hat tatsächlich zu einem ernstzunehmenden oder sagen wir besser ernsthaft zu befürchtenden Präsidentschaftsanwärter.

Seine Äußerrungen lassen jedem Bildungsbürger die Fußnägel hochklappen und sich voller grausigem Entsetzen fragen, wie kann man auch nur ansatzweise gut finden, was dieses politische Quietscheentschen an heißer Luft so von sich gibt?

Entsetzlich! Der Gedanke, dass der Typ tatsächlich Präsident wird, geradezu eine apokalyptische Vorstellung.

Ich dachte immer nach der Bush-Ära, es könne kaum noch schlimmer kommen. Es geht aber scheinbar doch.

Ob Amerika in seinem Innern stark genug ist einen solchen Präsidenten zu verkraften? Ich hoffe.

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