« IT Blog | Main | Musik »

Apropos Linux - try it again

Freitag 15 Juli 2011

Wie schon ein paar Beiträge vorher erwähnt, sitz ich mal wieder vor Linux. Öfter mal was neues könnte man meinen und Windows 7 ist ja nun lange genug auf dem Markt. Nein, so ist es nun gar nicht. Ich zähle mich auch nicht zu den Nerds, für die es wichtig zu wissen ist, ob Linus heute morgen einen vernünftigen Kaffee bekommen hat. Und ja, ich mache keinen Hehl daraus, ich verwende das Mainstream-Linux überhaupt, sozusagen das Suse der Neuzeit. Ubuntu!

Tja Suse, irgendwie ist etwas still drum geworden. Sicherlich es steht noch in nahezu jedem Supermarkt irgendwo herum, aber in vielen Punkten scheint ihm Ubuntu mehr und mehr den Rang abzulaufen, oder hat es bereits getan. Sicherlich auch was das verächtliche Naserümpfen der Nerds betrifft. Ein echter Linuxer arbeitet gefälligst mit Konsole und Vi.

Nein ich werde das sicherlich nie tun. Jedenfalls nicht so richtig. Meine ersten Gehversuche habe ich tatsächlich mit Suse 4.2 unternommen. Das ist lange lange her und nach unzähligen immer wieder abgebrochenen Versuchen, Linux auf meinem Desktop als primäres oder gar einziges Betriebssystem zu haben scheint es, als könne Ubuntu das nun endgültig erstmalig gelingen.

So ganz ohne Windows wird es vermutlich nie gehen. Gerade im Bereich des Projektmanagements gibt es einfach zu viele Tools, um die man einfach nicht herumkommt, die aber unbedingt ein Windwos benötigen. So lange man nicht selber in der Position ist, zu bestimmen, welche Software eingesetzt wird steht die Einfachheit und Kompatibilität der Schnittstellen an oberster Stelle, will man ein Projekt vernünftig durchführen. Dabei muß nicht mal ein weitverbreitetes Tool wie MS Project der Stein des Anstoßes sein, obwohl das unter Linux auch nicht zu betreiben ist, schon wesentlich einfachere Tools, wie beispielsweise inSTep, die weitestgehend nur aus einer Oberfläche für eine Sammlung makroangereicherter Office Dokumente bestehen sind unter Linux nicht zu betreiben. Ganz davon abgesehen, daß bis heute noch immer kein Office Paket z Microsoft wirklich "kompatibel" ist, aller Beteuerungen zu einem einheitlichen Dokumentenstandard zum Trotz.

Was Ubuntu so angenehm macht zumindest für mich, sind vor allem zwei Dinge.

  • Das System ist selbst im Vergleich zu Windows 7 in der 64 bit Version auf aktueller Hardware rasend schnell, es macht einfach Spaß damit zu arbeiten. Dabei ist das System so eingängig das man selbst eigentlich zu 99% einen großen Bogen um die Konsole schlagen kann und sich Windows-Like als semiprofessioneller Mausschubser verdingen kann und trotzdem keine Abstriche machen muss, die einen bei der täglichen Arbeit wirklich stören würden.
  • Support und Unterstützung vor allem auch in deutscher Sprache, sicherlich für viele potentielle Anwender ein ausschlaggebendes Kriterium durch eine äußerst engagierte Community. Besodners zu empfehlen ist hier die Seite www.ubuntuusers.de. Schade nur, das es für Ubuntu leider keine Deutschsprachige Newsgroup gibt. Aber das Sterben des Usenet ist ein anderes Thema.

Categories: IT Blog, Linux