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Weiterbildung: Wieder ein kleiner Schritt....

Donnerstag 21 Juli 2011

sooo, wieder ist ein kleiner beruflicher Schritt geschafft. In dem Bestreben meine Zertifizierungen und mein Know -How insbesondere im Bereich Storage zu erweitern, habe ich mir jetzt mal die Compellent Storage Zertifizierungen vorgeknüpft.

Interessanter Ansatz einer SAN-Lösung, auch wenn ich schon wieder den einen oder anderen Haken glaube gesehen zu haben. Aber erst mal Lernen und damit auseinandersetzen, bevor man sich ein Urteil erlaubt. Ein kleiner Schritt ist bereits geschafft, die Sales-Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen. Verständlicher Weise gibt die aber noch nicht wirklich einen tiefen Einblick in die Systeme, der wird erst mit den technischen Unterlagen kommen. Hoffentlich sind diese etwas besser geschrieben und nicht so sülzig marketinggeschwängert wie die vertrieblichen Unterlagen.

Und noch mehr hoffe ich, daß die Zertifizierungsprüfung besser ist. Ich hasse es, wenn die einzigen Fragen, die man falsch hat, die sind, die man gar nicht richtig machen kann. Ja das sagen immer alle, aber in einer Frage z.B. buchstabengetreu zwei mal die exakt selbe Antwort zu haben und dann zwischen "richtig" und "falsch" zu entscheiden geht irgendwie immer schief, auch wenn klar ist, das hier bei der Erstellung des Prüfscriptes den Autoren ein Fehler unterlaufen ist, man trifft immer die Falsche Antwort.

Egal, ist abgehakt und geschafft, jetzt kommt sowieso der interessante Teil. :-)

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Vom Scheitern der virtuellen Desktops

Mittwoch 20 Juli 2011
Virtuelle Desktops werden scheitern! - Wie bitte?

Die Aussage erscheint, betrachtet man die IT-Hypes der letzten Monate, ja wenn nicht gar Jahre doch reichlich provokant. Trotzdem stelle ich sie auf und habe dafür auch Gründe, die ich benennen will.

So schön und durchaus sinnvoll das Konzept virtueller Desktops auch sein mag, ich denke die Idee wird langfristig scheitern. Im wesentlichen aus zwei Gründen. Geld und Bequemlichkeit.

Nein, nicht das die Unternehmen zu viel Geld haben, um in sinnvolle Techniken wie z.B. die Desktop-Virtualisierung zu investieren und das sie zu bequem sind die sich ihnen bietenden Möglichkeiten zu nutzen. Viel mehr werden sie zu wenig Geld haben, VDI-Technologien zu nutzen, die preislich in keinerlei Verhältnis zu herkömmlichen Technologien stehen und meist sogar um ein vielfaches teurer sind und sie werden zu bequem sein, um auf alternative Hersteller auszuweichen.

Warum diese Annahme? - Von Marktanteilen und den Schuldigen

Die beiden größten Anbieter im IT-Sektor sind Intel und Microsoft. Erstere stellen vor allem im Business-Bereich nahezu 90% aller Prozessoren zur Verfügung, nur wenige Firmen setzen AMD-Technologie ein. Noch immer haftet AMD das Image einer Bastelbude an, deren Prozessoren zu leistungsschwach sind und eher als Heizplatte zu gebrauchen sind. Dass das technisch gesehen kaum haltbar ist und AMD durchaus eine Alternative ist akzeptieren nur wenige. Wer da etwas anderes behauptet verkennt die Realitäten. Gut 90% meiner Kunden rümpfen allein schon bei der Erwähnung des Namens AMD angewiedert die Nase und Antworten in der Art, "Herr Bußmann, wir wollen doch bitte professionelle IT betreiben, also lassen doch den Bastelkram außen vor!" sind keine Seltenheit. Selbst die Hinweise, daß Intels VT-Technologie letztlich nur eine Kopie der von AMD entwickelten Virtualisierungstechnologien ist und das Intel nach jahrelangem gewettere gegen AMD letztlich doch einsehen mußte, daß AMD die bessere Technologie zur Kommunikation zwischen Prozessor und RAM verwendet und auch diese kopiert hat, bringen da bei den Kunden wenig Einsicht.

Intel ist in den meisten Firmen so sicher gesetzt, wie die Tatsache, daß Morgens die Sonne auf und Abens untergeht. Einzig im Bereich der Privatanwender PCs kann AMD immer noch einen nennenswerten Marktanteil für sich beanspruchen.

Intel und die Abhängigkeit von Verkaufszahlen

Doch wovon lebt ein Konzern wie Intel eigentlich? Ganz simpel gesagt von den Verkaufszahlen seiner Prozessoren.

So gesehen ist der Trend zur Virtualisierung insbesondere für einen Hersteller wie Intel ein Graus. Doch warum nur für Intel? Ganz einfach. AMD-Prozessoren sagt man, gerade im Bereich der Virtualisierung, ein klein wenig mehr Performance nach als dem Mitbewerber, und wenn AMD in der Vergangenheit überhaupt irgendwo im Server Umfeld ein paar Prozessoren verkaufen konnte, dann meist in Host-Rechnern. Auch war AMD der erste Hersteller der 8-Core Prozessoren auf den Markt gebracht hat und hat in diesem Umfeld mit den aktuellen 12-Core Prozessoren die Nase immer noch leicht vor Intel.

Nun ist aber unbestritten, daß Virtualisierung gleichbedeutend mit weniger Hardware ist. Genau das ist ja der Sinn der ganzen Sache. Weniger Hardware bedeutet weniger Wartungsaufwand, weniger Stromverbrauch, erhöhte Konsolidierung, die Schlagworte für die Virtualisierung schlechthin. Doch das bedeutet auch, weniger verkaufte Prozessoren!

Was sich im Bereich der Server Prozessoren vielleicht noch so gerade verschmerzen läßt wird für Intel im Desktop Bereich zu einem echten Problem. Im Server-Umfeld existieren noch immer eine ganze Menge veralteter Systeme, deren Leistung den Kunden im Regelfall zum Betrieb nativer Anwendungen lokal auf der Hardware ausreicht. Wenn man ehrlich ist, dann muß man zugeben, in den vergangenen Jahren war es kaum noch nötig Hardware auf Grund mangelnder Leistung auszutauschen. Gerade Prozessoren haben heute eine Leistungsfähigkeit erreicht, die von einzelnen Programmen in der Regel kaum ausgenutzt werden können. Nicht umsonst ist eines der Hautargumente für die Virtualisierung ja auch eine bessere Auslastung der Hardware. Hier lassen sich also mit der Argumentation für die höhere Effizienz noch genügend Prozessoren austauschen, man muß dafür lediglich die Marktstrategie einfach ein wenig anpassen.

Während in der Vergangenheit einfach so schnell und so viele Prozessoren wie nur irgend möglich verkauft wurden, Bedarf es nun schon ein wenig Argumentation, die alten Prozessoren aus den Serverräumen der Kunden zu verdrängen. Diskussionen um Ökologie und Nachhaltigkeit sind da willkommene Aufhänger.

Trotzdem bricht der Servermarkt seit Jahren mit steigender Virtualisierung immer deutlicher ein, was schon zu so Stilblüten führt, wie der Empfehlung von Herstellern, wie beispielsweise DELL und HP, Systeme nach nur 15-18 Monaten durch aktuellere Systeme auszutauschen. Kann man schon nicht mehr die Anzahl der Systeme verkaufen, weil durch die Virtualisierung weniger Systeme gebraucht werden, so wird nun anhand abenteuerlicher Leistungs- und Kostenrechnungen versucht dem Kunden plausibel zu machen, warum er im Endeffekt sogar Geld sparen soll, wenn er seine Serversysteme bereits nach besagten 15-18 Monaten austauscht.

Was dabei vor allem in Deutschland komplett vergessen wird (über die gesetzlichen Vereinbarungen in anderen Ländern bin ich leider nicht informiert, hier dürften aber ähnliche Regeln gelten), ist der Punkt, daß für Systeme Abschreibungsregeln gelten, die mit 18 oder gar 15 Monaten eindeutig zu kurz gegriffen sind. In dieser Zeit läßt sich kein System abschreiben und auf Dauer wird kein Unternehmer nicht abgeschriebene Systeme austauschen. Dazu ist der angegebene Vorteil neuer Systeme einfach viel zu gering, trotz aller Schönrechnerei.

Vollkommen anders sieht es dagegen bei Desktop Prozessoren aus. Diese sind noch immer die mit Abstand meitverkaften Prozessoren aus dem Hause Intel und bringen trotz des im Vergleich zu Serverprozessoren eher günstigen Preises, den größten Teil der Intel-Einnahmen und natürlich auch des Verdienstes. An einer massiven Virtualisierung dieser Systeme kann Intel also gar nicht gelegen sein, zumal Intel im Bereich der in ThinClients üblicherweise verwendeten Prozessoren eher schwach aufgestellt ist. Das bedeutet an den Arbeitspläzen an denen im Zuge einer Virtualisierung ein ThinClient völlig ausreichend ist verdrängt sich Intel mit den leistungsfähigen "Virtualisierungsprozessoren" praktisch selbst. Die Unterstützung für Desktopvirtualisierung fällt da verständlicher Weise recht gering aus.

Ein wenig sichert man sich zusätzlich damit ab, in dem man Herstellern wie Anwendern die "Mitnahme" des virtuellen Desktops versucht schmackhaft zu machen. Dabei soll der virtuelle Desktop nicht komplett vom Rechenzentrum aus geliefert werden, sondern vom Anwender auf seinen PC "gestreamt" werden und ihm somit immer, also auch ohne Anbindung an das Firmennetzwerk zur Verfügung stehen.

Was für Notebook Anwender noch einigermaßen sinnvoll klingen mag, entpuppt sich aber gerade für Dektop Anwender mit normalen PCs schnell als kompletter Blödsinn, denn natürlich ist dafür am Arbeitsplatz weiterhin ein vollwertiger PC mit "Intel Inside" erforderlich, der eigentliche Einspareffekt der teuren und vor allem stromfressenden Fat-Clients entfällt damit.

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Vom Scheitern virtueller Desktops (Teil 2)

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Vom Scheitern virtueller Desktops (Teil 2)

Mittwoch 20 Juli 2011
Microsoft, der zweite Spieler im Boot

Mit Microsoft sitzt noch ein zweiter wirklicher Global-Player mit im Boot der Desktop Virtualisierung an dem kaum eine Firma vorbei kommt. Nun rächt sich die freiwillige, seit über 20 Jahren andauernde, fast schon unterwürfige Selbstversklavung der Unternehmen gegenüber Microsoft. Am Markt gibt es kaum wirklich Ernst zu nehmende Alternativen im Desktop Bereich. Linux ist auch heute immer noch meilenweit davon entfernt im Unternehmensbereich eine ernsthafte Desktop Alternative zu sein. Zu sehr haben sich die Anwender und auch die Entwickler den Microsoftschen Betriebssystemen und Applikationen gegenüber versklavt. Kaum ein Hersteller bietet brauchbare Schnittstellen zu anderen Applikationen außer zu denen aus dem Hause Redmond. Egal ob ERP, CRM oder Groupware, nahezu immer ist irgendwo doch für eine vollständige Integration ein Windows mit passenden Applikationen notwendig. Anstatt tatsächlich etwas zu unternehmen und auf wirkliche Standards zu setzen, hat man sich den Versprechen aus Redmond hingegeben, frei nach dem Motto, die machen das schon. Und nicht ganz von ungefähr gibt es heute genug Anwender wie Administratoren, die sich mit der Aussage "Microsoft ist Standard" zufrieden geben. Dabei kann nie ein einzelner Hersteller "Standard" sein. Standards sollten meiner Meinung nach offen getroffene Vereinbarungen zwischen verschiedenen Beteiigten sein. Microsoft hat hingegen seine Applikationen am Markt durchgedrückt und diese zum Quasi-Standard erklärt. Inzwischen mögen sie tatsächlich zu einem Standard geworden sein, nur mit den einhergehenden Nachteilen müssen wir dann auch leben.

Doch warum tut Microsoft sich eigentlich mit Desktop-Virtualisierung so schwer? Warum boykotieren sie es regelrecht, wenn auch nicht hoch offiziell?

Schon in den 90er Jahren ging ein Begriff durch die Fachpresse, der bis heute kaum etwas an Aktualität eingebüßt hat. Man sprach damals von der sogenannten "Wintel-Conection". Bis heute sind beide Hersteller, Microsoft und Intel extrem aufeinander angewiesen. Intel ist mit großem Abstand der Hersteller für die Chips auf denen Microsofts Betriebssystem läuft. Da hat bisher weder Apples zartes anbandeln mit Intel noch Microsofts Ankündigung, Windows 8 wird auch andere, nicht Intel Prozessoren unterstützen, wenig dran geändert. Beide Hersteller erobern sich damit höchstens noch ein paar zusätzliche Märkte, an der Grundkonstellation wird das kaum etwas ändern, denn beide können sich den Verzicht auf den jeweils anderen nicht leisten. Zwar hat schon einmal eine Firma, gezeigt, das es möglich ist, die gesamte Prozessor-Architektur zu tauschen, ohne dabei nennenswert an identität zu verlieren, aber Apple, die das seinerzeit mit dem Umstieg auf die Intel Prozessoren gemacht haben, sind seit je her in der IT eben immer schon etwas besonderes gewesen, und auch hier wäre der Wechsel kaum ähnlich problemlos von statten gegangen, hätte man zu einem kleinen, weniger bedeutenden Prozessorhersteller gewechselt. Wohl auch deshalb ist ein zunächst kolpotierter Wechsel von Apple, hin zu AMD nicht zu Stande gekommen.

Letztlich bedeutet das für Microsoft, nahezu jeder verkaufte Intel Prozessor entspricht einer Windows Lizenz, zumindest im Desktop Umfeld. Aus unternehmerischer Sicht ist das ideal, wenn auch die Einnahmen durch die vergleichsweise günstigen OEM Lizenzen, die Hersteller auf ihre Systeme packen, nicht sonderlich hoch sind, so sind diese Einnahmen doch seit nunmehr fast 20 Jahren beständig und steigen durch die immer größere Ausbreitung von PCs kontinuierlich an.

Nun könnte man meinen, daß es Microsoft doch egal sein kann, ob sie die Lizenzen an Hersteller in Form von OEM verkaufen oder auf dem freien Markt für virtuelle Desktops. Dem ist aber mitnichten so. Das Geschäft mit dem quasi Endkunden ist um ein vielfaches aufwändiger als der Lizenz Massenverkauf an die großen Hersteller. Anders als im OEM-Geschäft liegt somit plötzlich die gesamte Verantwortung bei Microsoft selbst. Während im OEM-Bereich Microsoft nicht einmal selber für den Support seiner Produkte zuständig ist, geschweige denn sich mit Rechnungsstellungen, Zahlungseingängen und ähnlichem Kleinkram aufwändig selbst kümmern muß, bliebe diese gesamte Arbeit beim direkten Verkauf der Lizenzen auf ihrer Seite haften. Dies ist ein betriesbwirtshaftlich nicht zu vernachlässigender Faktor.

Wohl auch aus diesem Grund hält Microsoft die Preise für seine Software im Virtualisierungsbereich auf unverschämt hohem Preisniveau. Während man sich auf normalen Desktop PCs in der Regel mit dem OEM-Betriebssystem begnügt ist im Rahmen einer Virtualisierung plötzlich eine sogenannte Software Assurance notwendig, um das Desktop Betriebssystem virtuell betreiben zu dürfen. Alternativ hat der Kunde die Möglichkeit mit einer sogenannten VDA-Lizenz (Virtual Desktop Access) zu agieren. Hierbei ist zuvor kein Grundbetriebssystem erforderlich, sondern es wird nur die VDA-Lizenz erworben.

Doch genau hier liegt abermals die Crux. Diese Lizenz, gedacht für Thin Clients erwirbt man nämlich nicht, im Sinne von "kaufen" sondern man erwirbt ein zeitlich begrenztes Nutzungsrecht in Form eines Vertrages mit einer Mindestlaufzeit von 3 Jahren und einer jährlich zu zahlenden Rate. Diese beträgt derzeit für eine VDA-Lizenz jährlich run 100,- $. Gemäß der üblichen Gepflogenheiten oder sollte ich eher "Marotten" sagen, wird in Europa der Preis nicht etwa zu einem fairen Wechselkurs umgerechnet, sondern im Prinzip das $-Zeichen durch ein €-Symbol ersetzt.

Das bedeutet, ein Kunde der auf Desktop-Virtualisierung setzen will, benötigt also neben dem PC mit Desktop Betriebssystem noch zusätzliche eine Software Assurance oder eben einen ThinClient mit VDA-Lizenz. Sowohl die Software Assurance als auch die VDA-Lizenz laufen nach drei Jahren aus und verlieren, insofern sie nicht verlängert werden, ihr Recht auf Nutzung.

Hat man beim Desktop-PC mit Betriebssystem immerhin noch das Betriebssystem, welches weiterverwendet oder verkauft werden kann (letzterer Punkt ist gerade im Leasing-Bereich in dem gebrauchte Computer über entsprechende Vermarkter im großen Stil aufbereitet und weiterverkauft werden, ein wichtiger Faktor), so hat man am Ende der Laufzeit, insofern man nicht verlängert, bei der Verwendung eines ThinClients schlichtweg nichts, außer eben der kleinen dummen Büchse. Mit der Verwendung von VDA-Lizenzen unterwirft man sich also noch stärker dem Joch des Herstellers und macht sich von diesem vollständig abhängig.

Darüber hinaus ist alleine von der Lizenzseite her gesehen die Desktop Virtualisierung nahezu unerschwinglich. Nehmen wir mal den üblichen Zeitrahmen von ca. 3 Jahren, so wie er zumeist auch für Abschreibungen angesetzt wird, das ergibt dann in etwa folgendes Bild:

VDI-Lösung klassischer PC
Anschaffungskosten Gerät ~ 400,- € ~ 600,- €
OS bzw. VDA Lizenz ~ 300,- € ~ 120,- €
Lizenzkosten Virtualisierung ~ 550,- € ----------
zusätzl. anteilige Serverkosten ~ 210,- € ----------
Stromkosten ~ 25,- € ~ 250,- €
Gesamtkosten ~ 1485,- € ~ 970,- €

Hier noch die Erläuterung zur Tabelle:

Bei den Anschaffungskosten für die Geräte bin ich von eigenen beruflichen Erfahrungen ausgegangen. Hierbei muß man aufpassen, daß man sich die Kosten für die eine oder andere Seite nicht künstlich schönrechnet. Sicherlich gibt es sowohl ThinClients, wie auch PCs die günstiger zu haben sind, als die oben angegebenen Beträge, doch dabei sollte man bedenken, daß die meisten ThinClient Hersteller ihre Gerätepreise ohne Maus und Tastatur, teilweise sogar ohne Netzkabel angeben. So wird versucht den eigentlich recht geringen Preisunterschied zwischen Thinclients und PCs künstlich ein bißchen aufzupeppen. Auch bei den PCs wird mancher sagen, "wir geben aber weniger Geld für unsere Office PCs aus!". Da mag zwar stimmen, die Erfahrung zeigt jedoch, daß in nahezu jedem Unternehmen eine Reihe von PCs existiert, die deutlich oberhalb der Durchschnittskonfiguration liegen, z.B. bei CAD Arbeitsplätzen. Auf die Gesamtzahl der PCs im Unternehmen heruntergebrochen paßt somit der Wert von ca. 600,- EUR wieder. Bei den Betriebssystem bzw. VDA-Lizenzen stehen auf PC-Seite OEM-Lizenzen gegen die relativ teuren VDA-Lizenzen. Das mag auf den ersten Blick unfair erscheinen, doch gerade in Deutschland sind gut 85% der Windows PCs in Unternehmen lediglich mit OEM-Versionen im Einsatz, die meisten Administratoren verzichten auf den Abschluss einer Software Assurance, weil sie ihnen keine nennenswerten Vorteile bringt (auch wenn Microsoft das natürlich anders sieht). Zusätzlich werden für die Desktop Virtualisierung zusätzliche Lizenzkosten fällig, z.B. für VMware VMview oder für Citrix XEN Desktop. Diese fallen in einer klassischen PC-Umgebung erst gar nicht an. Zusätzlich entstehen bei der Desktop-Virtualisierung zusätzliche Kosten für Server, auf denen die virtuellen Desktops ausgeführt werden können. Bei einer durchschnittlichen Anzahl von 20-30 Clients pro Server ausgeführt werden können, ergeben sich somit zusätzliche kosten von ca. 210,- EUR für 3 Jahre, anteilige Storage Kosten sind dabei ebenfalls berücksichtigt. Da Thin Clients jedoch nur rund 1/10 so viel Strom verbrauchen, ergeben sich hier deutlich geringere Kosten .

Man erkennt an der obigen Beispielrechnung recht gut, das man pro Client in etwa mit Mehrkosten von 500,- EUR auf drei Jahre rechnen muss. Setzt man diese Rechnung für ein Unternehmen mit ca. 250 PCs an, dann sind das für die Desktop Virtualisierung Mehrkosten von rund 125.000,- EUR fällig.

Klar sollte auch sein, daß die immer wieder genannten Einsparungen letztlich nichts anderes in den Köpfen der Entscheider suggerieren sollen, als personelle Einsparungen. Nimmt man jedoch die unternehmerischen Kosten eines einzelnen Arbeitsplatzes, so wird rech schnell klar, es lohnt sich nicht!

Fazit:

Zumindest in der aktuellen Preisstruktur ist Desktop-Virtualisierung uninteressant und wenig lohnenswert. Man muß schon einige Rechenkunststückchen anstellen, um sie sich trotzdem schön zu reden. Sicherlich sinkt der administrative Aufwand und es gibt Unternehmen für die sich aus anderen Gründen eine Desktopvirtualisierung trotzdem rechnet. Langfristig wäre das Geld aber sicherlich in Arbeitsplätze und Innovation deutlich besser investiert und dabei könnte eine der wirklichen Innovationen ein Umdenken auf Seiten der Unternehmen sein, zukünftig und langfristig vielleicht in Lösungen zu investieren die nicht so Monokulturell aufgebaut sind und einen derart von einem oder zwei Marktführern abhängig machen.

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Powered by - Thingamablog

Dienstag 19 Juli 2011

Sooo, das mußte noch mal sein. Eine spezielle Widmung an Thingamablog. Die letzte kam leider ein bißchen zu kurz. Also wie der eine oder andere vielleicht schon gemerkt hat, diese Seite wurde und wird mit dem CMS Tool Thingamablog erstellt. Ich finde das Tool gerade wegen seiner Einfachheit so genial. Es bedarf, wenn man mit den vorgegebenen Skins so weit zufrieden ist, keinerlei großartigen HTML-Kenntnisse um sich auf einer einfachen Webdomain (etwas Webspace und ein FTP-Zugang teichen völlig aus) einen persönlichen Blog zu erstellen.

Ich finde ein Blog auf einer eigenen Domain hat nach wie vor etwas wesentlich persönlicheres, als nur irgendeine Nummer in einer Bloggercommunity zu sein.

Sicherlich kann man mit den entsprechenden Kenntnissen mit Thingamablog auch deutlich mehr anstellen, nur so weit reichen meine Kenntnisse eben nicht.

Leider ist es um die Weiterentwicklung des Tools sehr sehr still geworden, was eigentlich sehr schade ist. Ich suche daher, falls überhaupt mal jemand über diese Seite stolpert, weitere deutschsprachige Anwender zwecks Austausch.

TamG sollte nicht sterben!

Es gab daher im TamB-Forum schon mal die Idee, den Autor, wenn er denn keine Lust mehr hat, das Tool weiter zu entwickeln, um eine Freigabe des Source Codes zu bitten und die Weiterentwicklung des Tools als Open-Source voranzutreiben. So eine richtige Reaktion ist darauf leider bisher nicht erfolgt. Vielleicht finden sich ja noch ein paar Leute mehr, um das Tools weiterhin am Leben zu halten.

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Apropos Linux - try it again

Freitag 15 Juli 2011

Wie schon ein paar Beiträge vorher erwähnt, sitz ich mal wieder vor Linux. Öfter mal was neues könnte man meinen und Windows 7 ist ja nun lange genug auf dem Markt. Nein, so ist es nun gar nicht. Ich zähle mich auch nicht zu den Nerds, für die es wichtig zu wissen ist, ob Linus heute morgen einen vernünftigen Kaffee bekommen hat. Und ja, ich mache keinen Hehl daraus, ich verwende das Mainstream-Linux überhaupt, sozusagen das Suse der Neuzeit. Ubuntu!

Tja Suse, irgendwie ist etwas still drum geworden. Sicherlich es steht noch in nahezu jedem Supermarkt irgendwo herum, aber in vielen Punkten scheint ihm Ubuntu mehr und mehr den Rang abzulaufen, oder hat es bereits getan. Sicherlich auch was das verächtliche Naserümpfen der Nerds betrifft. Ein echter Linuxer arbeitet gefälligst mit Konsole und Vi.

Nein ich werde das sicherlich nie tun. Jedenfalls nicht so richtig. Meine ersten Gehversuche habe ich tatsächlich mit Suse 4.2 unternommen. Das ist lange lange her und nach unzähligen immer wieder abgebrochenen Versuchen, Linux auf meinem Desktop als primäres oder gar einziges Betriebssystem zu haben scheint es, als könne Ubuntu das nun endgültig erstmalig gelingen.

So ganz ohne Windows wird es vermutlich nie gehen. Gerade im Bereich des Projektmanagements gibt es einfach zu viele Tools, um die man einfach nicht herumkommt, die aber unbedingt ein Windwos benötigen. So lange man nicht selber in der Position ist, zu bestimmen, welche Software eingesetzt wird steht die Einfachheit und Kompatibilität der Schnittstellen an oberster Stelle, will man ein Projekt vernünftig durchführen. Dabei muß nicht mal ein weitverbreitetes Tool wie MS Project der Stein des Anstoßes sein, obwohl das unter Linux auch nicht zu betreiben ist, schon wesentlich einfachere Tools, wie beispielsweise inSTep, die weitestgehend nur aus einer Oberfläche für eine Sammlung makroangereicherter Office Dokumente bestehen sind unter Linux nicht zu betreiben. Ganz davon abgesehen, daß bis heute noch immer kein Office Paket z Microsoft wirklich "kompatibel" ist, aller Beteuerungen zu einem einheitlichen Dokumentenstandard zum Trotz.

Was Ubuntu so angenehm macht zumindest für mich, sind vor allem zwei Dinge.

  • Das System ist selbst im Vergleich zu Windows 7 in der 64 bit Version auf aktueller Hardware rasend schnell, es macht einfach Spaß damit zu arbeiten. Dabei ist das System so eingängig das man selbst eigentlich zu 99% einen großen Bogen um die Konsole schlagen kann und sich Windows-Like als semiprofessioneller Mausschubser verdingen kann und trotzdem keine Abstriche machen muss, die einen bei der täglichen Arbeit wirklich stören würden.
  • Support und Unterstützung vor allem auch in deutscher Sprache, sicherlich für viele potentielle Anwender ein ausschlaggebendes Kriterium durch eine äußerst engagierte Community. Besodners zu empfehlen ist hier die Seite www.ubuntuusers.de. Schade nur, das es für Ubuntu leider keine Deutschsprachige Newsgroup gibt. Aber das Sterben des Usenet ist ein anderes Thema.

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Kurz aber heftig!

Dienstag 14 Juni 2011

Das wird mal wieder eine kurze, aber stressige Woche. Ist ja ganz schön ein längeres Wochenende zu haben, wenn jedoch das Arbeitspensum gleich bleibt, und dann in 4 Tagen erledigt werden muß, kanns streßig werden. (Nicht das es das nicht eh schon wäre). Mittwoch dann auch noch den ganzen Tag in Hamburg auf den Storage-Days ist auch nicht wirklich erholsam, wenn es bereits um 5 Uhr "Aufstehen" heißt.

Besonder liebe ich ja Hersteller Websites. Wenn es in der modernen IT etwas gibt, das selbst jeden noch so hartgesottenen Spezialisten an den Rand des Wahnsinns treiben kann, dann sind es Webseiten von Herstellern. Immer das Neueste von den Partnern verlangen, aber selber z.B. keine aktuellen Browser unterstützen, schlecht gepfelgte und unübersichtliche Webseiten, endlose Loops. Wenn es im Webdesing soetwas wie die goldene Himbeere gäbe, dann hätten es sich die großen der Branche allesamt verdient. EMC, HP, Microsoft, DELL egal wer, alle Seiten sind was Usability angeht einfach nur grottenschlecht.

Und wieso meinen eigentlich immer alle Hersteller gleichzeitig ihre Webseiten ändern zu müssen? Heute morgen waren es gleich drei, die meinten uns mit ihren ach so tollen Errungenschaften weiterer Unübersichtlichkeit beglücken zu müssen.

Danke Citrix! Danke EMC! Danke Dell!

Wie üblich geht es in der Firma natürlich mal wieder drunter und drüber. Während die eine Hälfte im Urlaub ist, weiß die andere Hälfte nicht was zu tun ist oder fühlt sich nicht zuständig. Gut wenn dann alle wissen, daß es wenigstens einen "Dummen" gibt, der sich verantwortlich fühlt. Dumm nur, wenn man das ausgerechnet selber ist.

Aber endlich ist der Feierabend erreicht, der heute auch nichts anderes heißt, als früh ins Bett, nicht vergessen den Wecker zu stellen und um 5 Uhr wieder aufzustehen.

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RAID Systeme, eine Einführung

Donnerstag 20 Mai 2010

RAID Level

Eine kurze Einführung in RAID-Systeme:

Dieser Beitrag stammt noch von meiner alten Webseite und wurde von mir im Rahmen meiner Tätigkeit als Leiter Professional Services im Jahr 1998 für die Kollegen unserer Vertriebsabteilung und für Informationen bei Veranstaltungen des Herstellers Data General (im Jahr 2000 von EMC übernommen) verfaßt. Lustigerweise habe ich jetzt 10 Jahre später Bilder aus dieser ursprünglich auch mal in Form einer Präsentation verfassten Unterlagen in Schulungsunterlagen des Herstellers Dell wiedergefunden. Natürlich ohne meinen Copyright Vermerk *lach*. Na gut, wenn sie keine eigenen Bildchen malen können.

Da der Text recht ausführlich geworden ist hier nur der Link zum Download des Transskirptes (als pdf-Format)

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