Lillll loohnt schisch
Also ein bißchen Sorgen mach ich mir ja schon, und das durchaus in
mehrfacher Hinsicht. Eigentlich hatte ich nur heute beim Einkaufen
Kaffee-Filter vergessen, also kurz vor Geschäftsschluss noch mal 5
Häuser weiter zum Blau-Gelben "LILL" mit dem roten "i", dort hin wo ich
eigentlich sonst nie zum einkaufen gehe.
Warum eigentlich nicht, wenn er doch so nahe dabei ist? Nun, ich weiß wieso. Spätestens immer dann wenn ich diesen Laden betrete. Ich war früher auch schon mal dort, auch wenn ich da noch auf der anderen Seite der Stadt gewohnt habe, was bei der "Größe" dieses Kaffs nicht unbedingt etwas zu sagen hat. Hier ist die andere Seite der Stadt auch nur fünf Straßen weiter.
Aber zurück zu besagtem Geschäft. So kurz vor Ladenschluss scheint der Laden die prädestinierte Sammelstelle für Randgruppen zu sein. Die Frage ist nur zu welcher gehöre ich? Vermutlich zu denen, die Zynismus und Sarkasmus nicht für zwei griechische Finanzierungskonzepte im Euro Rettungsplan halten.
Sorgen mache ich mir weniger um die Hektoliter Alkohol die dort allsamstäglich gewisse Gestalten aus dem Laden schleppen. Die machen optisch schon den Eindruck als sei für sie die Welt ohne den Konsum entsprechend hochprozentiger Ware eh nicht mehr realexistent. Olfaktorisch hinterlassen sie dabei mindestens einen ebensolchen Eindruck. Für meine empfindliche Nase nicht unbedingt eine Wohltat, aber zumindest finden würde den Laden vermutlich auch ein Blinder. Ich könnte bei Maries nächstem Versuch die Probe auf's Exempel machen. Obwohl das sollte ich vielleicht doch lieber lassen. Ich zumindest weiß, warum es mir zu wieder ist, in einem solchen Laden Lebensmittel zu kaufen; der Bahnhofstoiletten-Charme lädt nicht unbedingt zum Kaufen ein und so war ich geneigt, den Toilettenreiniger gleich im Laden großflächig zu verteilen, habe es aber doch vorgezogen ihn zusätzlich zu den sowieso geplanten Filtertüten einzupacken und privat zu nutzen.
Sorgen mache ich mir eigentlich nur, daß ein solcher Laden so dicht vor meiner Haustür liegt. Das spricht nicht gerade für die Wohngegend. Aber ich habe ja immerhin noch eine Ausrede, ich kann ja behaupten die Kundschaft käme alle von der anderen Seite der Hauptstraße, was hoffentlich auch stimmt. Zumindest meine neuen Nachbarn machen einen deutlich anderen Eindruck, als das sonstige Stammpublikum dort, für die mir der Satz "Lidl lohnt sich" wie gemacht zu sein scheint. Zum einen läßt er sich noch im Vollrausch dahinnuscheln und der Fusel dort ist auch billig und vermutlich entsprechend schlecht. Von einer Kostprobe sehe ich dann doch lieber ab.
Aber eines würde den Laden, neben dem Austausch des Publikums, schon mal gewalltig aufwerten, und das könnten sich die verantwortlichen der Familie "Schwarz" bei Gelegenheit mal zu Herzen nehmen. Es steht dem Laden überhaupt nicht gut, wenn die Ecken ihrem Familiennamen alle Ehre machen. Etwas mehr Sauberkeit würde dem Laden wirklich gut zu Gesicht stehen. Das Hund und Herrchen sich im Laufe der Jahre immer ähnlicher werden, habe ich wohl schon des öfteren gehört, daß das bei Geschäften und ihrer Kundschaft auch gilt, war mir bis heute neu.
Vorsichtshalber werde ich aber weiterhin um diesen Laden einen großen Bogen machen.
Categories: a piece of myself, Geistesblitze
"Ich bin wieder da!" so könnte man es beschreiben. Der Umzug ist in
groben Zügen geschafft, die neue Wohnung wirklich schön und
weitestgehend eingerichtet, wenn auch die Wunschliste der Dinge, die man
doch noch gerne ersetzen möchte von Tag zu Tag länger und das Budget im
Portemonaie in gleichem Maße kleiner wird.
So langsam kommt man wieder ins Training. Heute nach Feierabend mal 16km
abgerissen. 45 Minuten, das ist ein ganz ordentlicher Schnitt. Mal
überlegen ob ich mir fürs nächste Jahr nicht einen längeren Urlaub mit
dem Rad einplane. Dieses Jahr ist schon alles verplant.
Nicht das ich wirklich ein Problem mit Hämorrhoiden hätte, sonst säße
ich vermutlich auch nicht gerade gemütlich am PC, aber der heute
Radkurztrip hat mir dann doch sehr nachdrücklich klar gemacht, daß es
auch im flachen Ammerland "Radwege" gibt, die man doch eher meidet. Ich
hab mir mal wieder auf Goggle Maps eine Karte zusammnegeklickt, die
zumindest in der Theorie ganz gut aussah. Für einen Tourenradfahrer wie
mich, der ideale abendliche Kurztrip, so dachte ich. Doch einige Straßen
waren leider in einem derart schlechten Zustand, da hatte man eher das
Gefühl von einem Vorschlaghammer rektal entjungfert zu werden, vor allem
bei höherem Tempo. Wahrlich nicht zu empfehlen.
Scheinbar hat mein Hinterrad irgendwie Höhenangst, zumindest an einer
Stelle. Mir wollte es einfach nicht gelingen den neuen Mantel korrekt
auf die Felge zu ziehen. So viel ich auch probiert hab, Spülmittel auf
die Ränder, Überdruck, vorheriges Zentrieren, nichts hat geholfen. Hatte
das gar nicht mehr in Erinnerung, das es so schwierig sein kann ein
Hinterrad aufzuziehen. Naja der Fahrradhändler meines Vertrauens hat das
hinbekommen. Für 4,05 € hat er meinem Hinterrad die Höhenangst
ausgetrieben und auch gleich noch die Schaltung feinjustiert. Das war
wohl eher ein Preis fürs "Wiederkommen". Aber jetzt läuft das Rad
wirklich gut. Das mußte ich in der Mittagspause gleich erst mal testen.
Nachdem mein Fahrrad nun fast 7 Jahre in der Ecke stand, überkam mich
trotz fehlenden Sommers die Idee, das gute Stück endlich mal wieder
hervorzukramen und etwas für die gesunde Bewegung zu tun. Dem jämmerlich
eingestaubten Zustand nach zu urteilen, schwante mir böses, was meine
eigene Fitness angeht. Das auch Fahrradreparaturen richtig Geld kosten
können, wurde mir dann beim lokalen Fahrradhändler ein paar Häuser
weiter bewußt. Dabei repariere ich selber, habe also keine Lohnkosten
für einen Monteur zu entrichten. Trotzdem waren insgesamt 130,- EUR
fällig für neue Mäntel, Schläuche, Pedale (die alten saßen so fest, die
drehten sich nicht mal mehr), Lenkergriffe, Bremsklötze und ein paar
Kleinteile.
Juhu, es ist geschafft. Auch der zweite Part der PRINCE2
Zertifizierung, die Practitioner Prüfung hab ich geschafft. Ich fands
ein hartes Stück Arbeit. Ist doch alles sehr theoretisch und
"Paragraphen"-orientiert. Letztlich hat sich die Arbeit also doch
gelohnt. Immerhin hab ich damit jetzt eine auf breiter Basis anerkannte
Zertifizierung hinzugewonnen und nicht nur Erfahrung. :-)
